Kulinarik im Zeichen der bäuerlichen Geschichte – die Basilikata

Kulinarik im Zeichen der bäuerlichen Geschichte, die Basilikata - (c) Archivio fotografico APT Basilicata

Noch immer ist die Region Basilikata im Süden Italiens ein Geheimtipp für deutsche Urlauber. Wir wissen nicht, ob sich die öffentliche Wahrnehmung dieser wunderbaren Landschaft durch Matera 2019 ändert, dieses Städtchen im Herzen der Basilikata ist in diesem Jahr Europäische Kulturhauptstadt. Aber in einem sind wir uns sicher, die Basilikata ist für alle Liebhaber von gutem Essen und edlen Tropfen immer eine Reise wert.

Etwa 10tsd. Quadratkilometer groß, bietet die Basilikata eine Teils wilde Natur, wie im Norden der erloschene Vulkan Vulture oder im Süden der Nationalpark Pollino. Die Küste der Region ist nicht lang, bietet jedoch mit Tyrrhenischer und der Ionischer Küste auch hier eine Vielfalt an Küstenformen.

Ebenso abwechslungsreich, rau und ehrlich wie die Landschaft und die Natur ist die Küche der Basilikata. Die Region ist landwirtschaftlich geprägt und so hat sich bis heute eine entsprechende Küche mit einfachen Zutaten erhalten. Eine Küche, die durch ihren Geschmack und ihre Aromen überzeugt. Die Produkte sind regionale und saisonal, Slow-Food ist hier eine Lebenseinstellung. Man findet die getrockneten Paprika von Senise, die Bohnen von Sarconi, die roten Auberginen von Rotonda um nur einige typische Lebensmittel zu nennen. Hausgemachte Pasta gehört ebenso auf den Tisch, wie Pane di Matera, ein Brot aus der Region um Matera, Wurst aus den Gebirgsregionen ebenso wie Kabeljau und anderer Fisch an den Küsten. Und während man in den Küstenebenen Tafeltrauben, Erdbeeren, Pfirsiche und Aprikosen geerntet werden, prägen Beeren und Kastanien die Speisen in den Binnenregionen. Aber auch den vorzüglichen Käse, das hochwertigste Olivenöl und den vielleicht besten Honig Italiens sollte man bei seinem Urlaub in der Basilikata probieren.

Die Basilikata ist ein Paradies für Genussreisende, für Gourmets aus aller Welt. Die Kleingliedrigkeit der Agrarbetriebe hat es schon immer verhindert, dass hier Massenproduktionen entstehen. Ein wunderbarer Korb an Lebensmitteln und die Liebe der Bevölkerung zu gutem Essen lassen den Gaumen der Besucher schnalzen.

Auch als Weinregion ist die Basilikata den Weinkennern bekannt. Bereits im 6. Jahrhundert vor Christus wurde hier vermutlich Weinbau durch die Griechen betrieben. Nach einigen Höhen und Tiefen über die Jahrhunderte, blühte auch hier der Weinbau in den 1980er Jahren wieder auf. Heute stehen ca. 6.000 ha, meist Kleinstlagen rund um Matera, unter Reben. Der wohl beste und bekannteste Wein der Region ist der Aglianico del Vulture. Dieser Wein, der auf den Hängen des erloschenen Vulkans Vulture wächst, ist ein wunderbar fruchtig-würziger Wein und trägt zu Recht die Qualitätsbezeichnung DOCG. Aber auch Aglianicos aus anderen Bereichen der Basilikata, die meist als DOC‘s angeboten werden, sind absolut empfehlenswert. Weißweine spielen eine eher kleinere Rolle, am ehesten vielleicht noch der Malvasia, der lieblich bis süß ausgebaut wird und der Moscato Bianco, der als Schaumwein auf den Markt kommt.

Und so kann man sich bereits vor Antritt der Reise sicher sein, die Basilikata wird Ihre Herzen für immer fesseln und Ihre Gaumen erfreuen.

Kulinarik im Zeichen der bäuerlichen Geschichte, die Basilikata - (c) Archivio fotografico APT Basilicata
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Jörg Bornmann