Die Vielfalt des Terroirs und der Böden im Chianti Classico DOCG

Die Terroir-Karte des Chianti Classico DOCG - (c) aus der Broschüre 'Passport to Chianti Classico'

Das Terroir
Der einzigartige aromatische Ausdruck der Weine des Chianti Classico ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Verbindung zwischen den verschiedenen Terroirs, den Trauben und des Know-Hows der Winzer. So entstehen unvergleichbare Weine, die so nirgendwo nachgeahmt werden können.

Die Produktionszone des Chianti Classico ist ausgestattet mit allen notwendigen Merkmalen zur Herstellung feiner Weine: Topographie, Klima, Boden, Rebsorten und menschliches Fachwissen. Die verschiedenen Terroirs des Chianti Classico sind gut geeignet für Weinbau und der Produktion von Weinen mit unterschiedlichem Charakter.

Die Böden
Alberese: Mergel (Ton-Kalkstein)
Galestro: Schistous-Ton
Macigno Toscano: Sandstein
Argilla: Ton

Die Geologie der Produktionszone des Chianti Classico ist ein geologischer Bereich aus tonigen Schiefern, mit Schichten aus Ton, Mergel-Gestein und feinem Kalksandstein. Der dunkelbraune Boden neigt dazu, nicht tief zu sein. Die Strukturen reichen von lehmig-sandig bis steinig mit durchschnittlichem Tongehalt. Die Art des Bodens ist von Gebiet zu Gebiet sehr unterschiedlich und das sogar innerhalb jedes Abschnitts des Territoriums. Das macht es unmöglich klare Unterteilungen der verschiedenen, für den Chianti Classico, typischen Bodenarten vorzunehmen.

Um eine allgemeine Beschreibung dieses fragmentierten und vielfältigen Territoriums zu geben, kann man sagen, dass im San Casciano im Val di Pesa Mergel-Boden (hauptsächlich Schwemmböden) weit verbreitet ist, während Greve in Chianti und alle Gebiete in niedrigeren Höhenlagen typischerweise lehmigen Kalksteinboden vorweisen. Große Sandsteinfelsen charakterisieren die Monti del Chianti-Gebirgskamm (Ostgrenze des Greve in Chianti und Radda im Chianti-Gebiet und der nördliche Teil von Gaiole in Chianti) und Mergel ist das Hauptelement des zentral-südlichen Gebiets. Tuffstein- und Sandböden findet man im größten Teil des Castelnuovo Gebiet Berardenga. Die Gebiete mit ausgeprägtem Sandsteinvorkommen sind stark und steil während die Kalksteinhügel weicher und runder sind, die lehmigen Hügel sind noch sanfter. Fast das gesamte Anbaugebiet des Chianti Classico ist gesegnet mit einem Boden, der reich an steinigem Material, insbesondere Mergel, ist.

Diese Böden spiegeln sich in den Weinen wider
Der aus Alberese stammende Chianti Classico ist in der Regel strukturreich, muskulös, aber auch frisch und elegant und zeigt manchmal blumige und kirschige Noten, mit einer bemerkenswerten Mineralität. Die Galestro-Böden verleihen Kraft und aromatische Vielfalt. Sandstein zeigt sich in Eleganz und einer gewissen Geschmeidigkeit, mit blumigen Noten und Zitrusfrüchten, während lehmreiche Böden Kraft und Geschmeidigkeit verleihen, den Weinen Opulenz geben. In vielen Fällen werden die Weine auf einer Kombination von Bodentypen angebaut und spiegeln wiederum den Zusammenfluss der Terroirs wider. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wein das Filmnegativ seines Territoriums ist.

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(Quelle: Daten und Grafiken aus der Broschüre 'Passport to Chianti Classico')

Die Terroir-Karte des Chianti Classico DOCG - (c) aus der Broschüre 'Passport to Chianti Classico'
Mergel- und Tonböden im Gebiet des Chianti Classico DOCG - (c) aus der Broschüre 'Passport to Chianti Classico'
Schistours- und Sandsteinböden im Gebiet des Chianti Classico DOCG - (c) aus der Broschüre 'Passport to Chianti Classico'

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Jörg Bornmann