Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte

Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - Schloss Wackerbarth Belvedere Radebeul - (c) Holger Stein

Sachsen ist wegen seiner Kunst- und Kulturschätze ein Hotspot für Reisende aus aller Welt. Sachsens kulinarische Visitenkarte hingegen ist für viele noch ein Geheimtipp. So prägte Sachsen zum Beispiel die europäische Kaffeekultur. Nicht umsonst befindet sich Europas ältestes Kaffeehaus in Leipzig.

Regionale Spezialitäten wie Leipziger Allerlei, Sächsischer Sauerbraten, Sächsische Kartoffelsuppe, Sächsische Quarkkeulchen, Sorbische Hochzeitssuppe, Kartoffeln und Quark stehen auf der Speisekarte vieler Lokale. Dazu kommen Dresdner Christstollen, Pulsnitzer Pfefferkuchen, Leipziger Lerchen oder die Freiberger und die Dresdner Eierschecke. Kennenlernen lohnt sich – vor allem bei Genussfestivals, Spezialitätenwochen und kulinarischen Festen, die das ganze Jahr über stattfinden.

Besonders stolz ist Sachsen auf seinen Wein. Seit über 850 Jahren wird er im Elbtal zwischen Diesbar-Seußlitz und Pirna angebaut. Die vielen, meist kleinen Weingüter, sind inzwischen längst über die Sächsische Weinstraße miteinander verbunden, die man, gekennzeichnet durch ein Schild mit einer stilisierten Weinrebe, auch wandernd erleben kann. Die etwa 90 Kilometer lange Strecke ist alles andere als eine Durststrecke. Entlang recht steiler Lagen und zwischen pastellfarbenen Weinberghäuschen gedeihen regionstypische Weine wie Weiß- und Grauburgunder, Traminer, Müller-Thurgau, Kerner, Elbling, Riesling und der Goldriesling. Letzteren findet man seit 125 Jahren in Sachsen und sonst kaum noch anderswo. Die Gegend erinnert an die Toscana – landschaftlich reizvoll und sonnenverwöhnt. Ein beliebter Treffpunkt ist das Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth Radebeul, in dem die Wein- und Sektherstellung für Besucher zu einem prickelnden Erlebnis wird. Als eines der größten Weingüter Sachsens lädt es wie viele andere entlang der Sächsischen Weinstraße am 25. und 26. August zu den traditionellen „Tagen des offenen Weingutes“ ein. Weinfreunde sollten sich auch die Termine der großen Weinfeste schon mal vormerken: 15./16. September: 19. Federweißermeile in Diesbar-Seußlitz, 28.-30. September: Den Wein feiern zum Weinfest Meißen, 28.-30. September: Herbst- und Weinfest Radebeul mit Internationalem Wandertheaterfestival.

Sachsen braut Spitzenbiere
Sachsen und Bier brauen sind eine Einheit: Seit jeher wird hier Bier hergestellt. Wenn in diesen warmen tagen Sachsens Biergärten locken, dann sind regionale Spitzenbiere erst recht gefragt. Das erste nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraute Pilsner Premium-Bier kommt aus der Radeberger Exportbierbrauerei. Bier-Liebhaber sollten sich also die „Bierstadt Radeberg“ für einen Zwischenstopp notieren. Denn, es gibt in dem idyllisch vor den Toren Dresdens gelegenen Städtchen Radeberg neben einer Brauereibesichtigung mit Verkostung noch weitere Genussangebote mit Verführungspotenzial: im Radeberger Biertheater, auf einer Kutschentour mit Brauer Ernst, in der Radeberger Likörfabrik oder beim Schinkenspezialisten Korch. Auf langjährige Bierbrautraditionen stößt man ebenso in Wernesgrün, Görlitz, Freiberg, Löbau und Eibau. Die älteste Privatbrauerei Sachsens ist in Meißen zu Hause: die Schwerter Brauerei wurde 1460 gegründet.

Die Lieblingsgebäcke zur Weihnachtszeit
Weltweit ein Begriff ist der Dresdner Christstollen. Noch denkt niemand an das köstliche Weihnachtsgebäck. Aber wenn der herbstwind um die Ecke weht, dann ist wieder seine Zeit gekommen. Rund 130 Stollenbäcker sind dann damit beschäftigt, die Welt mit dem Rosinenstollen geschützter Herkunft zu versorgen. Übrigens einen Steinwurf von Dresden entfernt werden in Pulsnitz die bekannten Pulsnitzer Pfefferkuchen meist handwerklich hergestellt. Wer selbst einmal Dresdner Christstollen und Pulsnitzer Pfefferkuchen backen möchte, findet hier genügend Möglichkeiten dazu.

Übrigens: Köstliche Landpartie
Deichelmauke, Griegenifften, Neinerlaa und Schwarzes Eis? – Noch nie gehört? Hinter diesen Begriffen verstecken sich köstliche Geschmackserlebnisse einer Landpartie durch Sachsen, die in 18 sich überraschend kulinarisch zeigende Dörfer Sachsens führt. Im Buch „Kulinarische Touren durch Sachsens Dörfer“ sind Neugierige zum Appetit anregen einladen. Auf 184 Seiten wird in die Töpfe von Restaurants, Backstuben, Käsereien und Fleischereien und über die Schultern von Kartoffelbauern, Braumeistern, Jägern und Kräuterfrauen geschaut. Zu entdecken gibt es neben leckerem Essen schöne Dörfer, Schlösser und Burgen, altes Handwerk und gelebte Traditionen sowie verwunschene Orte, erstaunliche Aussichten auf Wanderungen und Radtouren durch beeindruckende Natur.

Die Sachsen lassen bekanntlich nichts anbrennen, wenn es um Genuss geht. Und so findet jeder die kulinarische Visitenkarte Sachsens mit allem Drum und Dran auch im Internet: www.sachsen-tourismus.de/kulinarik/.

Kontakt: Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, Bautzner Str. 45-47, D-01099 Dresden, Tel.: 0351-491700, Fax: 0351-4969306, info@sachsen-tour.de, www.sachsen-tourismus.de/kulinarik/

 

Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - Schloss Wackerbarth Belvedere Radebeul - (c) Holger Stein
Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - Die berühmte Eierschnecke - (c) Achim Meurer
Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - Leipziger Allerlei, zubereitet im Weinstock - (c) Andreas Schmidt
Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - Das Haus der Sinne in Oberscunnersdorf/Oberlausitz - (c) Fouad Vollmer
Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - Die Pulsnitzer Pfefferkuchen - (c) Sylvio Dittrich
Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - Radeberger in der Semperoper
Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - Der Dresdner Christstollen, vielleicht das bekannteste Weihnachtsgebäck der Welt - (c) Sylvio Dittrich
Sachsen – eine kulinarische Visitenkarte - 'Kulinarische Touren durch Sachsens Dörfer', das Cover zum Buch

Über den Autor

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Jörg Bornmann

Als ich im April 2006 mit Wanderfreak an den Start ging, dachte noch keiner an Blogs. Viele schüttelten nur ungläubig den Kopf, als ich Ihnen von meinem Traum erzählte ein reines Online-Wandermagazin auf den Markt zu bringen, welches eine hohe journalistische Qualität aufweisen kann, eine Qualität, die man bisher nur im Printbereich kannte. Mir war dabei bewusst, dass ich Reisejournalisten und Spezialisten finden musste, die an meine Idee glaubten und ich fand sie.