Gletscher mit Schneegarantie und Haubenküche

Das Gourmetrestaurant Schaufelspitz, ausgezeichnet mit 2 Hauben am Stubaier Gletscher - (c) Stubaier Gletscher Andre Schönherr

Mit Kaffee lässig chillen
Wenn nach vielen Abfahrten im größten Gletscherskigebiet Österreichs die Muskeln brennen, dann ist es Zeit für eine Pause der besonderen Art in der Bergstation Eisgrat. Hier gibt es ein Selbstbedienungsrestaurant, die Cafébar Zum Steinbock und das Haubenrestaurant Schaufelspitz.
In der Cafébar Zum Steinbock kann man lässig in einem der Ledersessel chillen, an einem Cappuccino nippen, der dezenten Loungemusik lauschen und dabei einen Blick auf die Skipiste werfen. Cafékult ist angesagt: So hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Kaffeesorten – da gibt es den italienischen „Il Moro“ oder einen kräftigen Kaffee aus Arabica Bohnen von Julius Meinl, bei dem man die traditionelle Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre schmeckt. Teetrinker kommen nicht zu kurz, sie haben die Auswahl zwischen elf verschiedenen Teesorten aus Indien, China, Sri Lanka und Taiwan.

Haubengenuss in fast 3.000 Metern Höhe
Doch das Schmuckstück der Berggastronomie am Stubaier Gletscher ist das Gourmetrestaurant Schaufelspitz mit schöner Zirbenstube und traumhafter Sonnenterrasse. Es ist die Wirkungsstätte von Küchenchef & Haubenkoch David Kostner. Das Palace Luzern (16 Gault-Millau-Punkte), das Restaurant Pétrus in London (2 Michelin-Sterne), The Grove Luxury Resort, das Embassy in London waren unter anderem Stationen auf dem Weg von David Kostner, bevor der gebürtige Tiroler seinen Weg zurück in die Heimat fand. Im September 2010 übernahm er die Leitung des Restaurants Schaufelspitz, setzte 2013 mit 14 verliehenen Gault-Millau-Punkten dem Königreich des Schnees zur Krone auch eine Haube auf und bekam 2015 eine zweite Haube dazu. David Kostner erzählt: „Nicht nur der Kuchen geht in dieser Höhe viel früher auf, auch die Zutaten schmecken hier oben teilweise etwas anders. Jedes exklusive Produkt wird bei zum Teil extremen Temperaturschwankungen auf den Berg transportiert. Wasser siedet auch bei niedrigerer Temperatur als im Tal, aber wir haben daraus gelernt und unsere Rezepte einfach angepasst.

Eine edle Speisekarte
Die Speisekarte im Bedienungsrestaurant Schaufelspitz basiert auf der regionalen Tiroler Küche mit internationalen Einflüssen. Und das Beste ist: Man kann dem Küchenchef bei der Zubereitung der Speisen in der Showküche zusehen. Als Vorspeise gibt es Ziegenkäse leicht angeräuchert mit Navetten, Hanfsamen, grünen Tomaten oder Beef Tartar mit saurem Gemüse, Dijon-Mayonnaise und Toastbrot. Als Hauptgang verführen ein rosa Hirschrücken mit geschmortem Rotkohl, Kartoffelkrapfen, Hagebutten-Zwiebelmarmelade und Haselnüssen. Doch die Spezialität ist das Dry-Aged Beef vom heimischen Almochsen aus dem Wipptal, das sechs Wochen in einem speziellen Schrank gereift ist.

Der Desserthimmel besteht aus Grießschmarrn mit Glühweineis mit karamellisierten Zwetschgen. Der klassische Apfelstrudel erhält eine besondere Note mit Zimteis oder Vanilleschaum. Auch die Weinkarte weiß zu überzeugen. Weinkenner erwarten erlesene Tropfen aus Österreich sowie internationale Klassiker und darüber hinaus auch ausgezeichnete Edelbrand-Raritäten.

Gletscherpanorama
Die Zirbenstube, Weinschrank und Kaminfeuer schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Bei der Innenausstattung geben Stein, Holz und warme Farben den Ton an. Das klare Design zieht sich durch die ganze Bergstation fort. Auf der windgeschützten Terrasse vor dem Restaurant, in eine Decke eingehüllt auf einem Lammfellstuhl, genießt man den 360-Grad-Rundblick über das Skigebiet, mit den Gipfeln Habicht und die Schaufelspitze. Das sind Momente, die verzaubern. Es stört auch gar nicht, wenn sich der Gletscher in Wolken hüllt und Schneetreiben die Sicht versperrt. In der Bergstation Eisgrat wird es nie langweilig, kann man sich doch im Gourmetrestaurant Schaufelspitz oder in der Cafébar Zum Steinbock verwöhnen lassen. Ja, hier hält man es auch locker, aus ohne Ski zu fahren.

Fazit: Der Stubaier Gletscher ist ein Hotspot für den alpinen Wintersport. Die Schneegarantie ist durch die Höhe und das ewige Eis gesichert. Durch die Nähe zu Südtirol gibt es häufig sonnige Höhenlagen über den Wolken des Inntals. Wer bei winterlichen Temperaturen Sport treibt, der kann sich von David Kostner mit regionalen Schmankerln im Restaurant Schaufelspitz oder auf der windgeschützten Sonnenterrasse verwöhnen lassen. Eine bessere Kombination von Sport und köstlicher Küche kann man sich nicht vorstellen.

Kontakt:
Stubaier Gletscher, Mutterberg 2, 6167 Neustift
stubaier-gletscher.com info@stubaier-gletscher.com, Tel. 0043 5226 8141

 

Das Gourmetrestaurant Schaufelspitz, ausgezeichnet mit 2 Hauben am Stubaier Gletscher - (c) Stubaier Gletscher Andre Schönherr
Die Teressa des 2 Hauben Gourmetrestaurants Schaufelspitz am Stubaier Gletscher lädt auch zu kurzen Skipausen ein - (c) Stubaier Gletscher Andre Schönherr
Powder Department Stubaier Gletscher - Neben dem Skifahren steht am Stubaier Gletscher die Kulinarik 2 Hauben Gourmetrestaurant Schaufelspitz im Mittelpunkt - (c) Stubaier Gletscher Andre Schönherr
David Kostner ist der Künstler am Herd, der die beiden Hauben für das weltweit höchstgelegene Haubenrestaurant erkocht hat - (c) Stubaier Gletscher Andre Schönherr
Auch das Restaurant Gamsgarten am Stubaier Gletscher lockt mit kulinarischen Schmankerln - (c) Stubaier Gletscher Andre Schönherr
Kaiserschmarrn vom Haubenkoch im Gourmetrestaurant Schaufelspitz am Stubaier Gletscher - (c) Stubaier Gletscher eye5.at Christoph Schoch
Viele Leckereien locken die Ski am Stubaier Gletscher gegen Messer und Gabel zu tauschen - (c) Gabi Dräger
Bei schönem Wetter lockt rund um das 2 Hauben-Gourmetrestaurant Schaufelspitz eine königliche Fernsicht - (c) Stubaier Gletscher Andre Schönherr

Über den Autor

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Gabi Dräger

Wo findet man Gabriele Dräger in den Bergen? Natürlich in einer Alm bei einer Brotzeit., denn Almen mit guter Küche ziehen sie magisch an. Gipfel nimmt sie auch hin und wieder mit. So hat sie einige 5.000er beim Trekking in Süd Amerika und Nepal, bestiegen. Ihre Hochleistung war der Kilimandscharo mit 5.895 Meter. Kultur und Brauchtum faszinieren sie genauso, wie Städte und Kunstausstellungen. Obwohl sie gerne in urigen Berghütten übernachtet ist sie dem Luxus von guten Hotels nicht abgeneigt.