Raboso

Raboso, diese autochthone Rebsorte findet man im Veneto und Nordostitalien - (c) Jörg Bornmann

Der Raboso ist eine autochthone Rebsorte aus dem Veneto und Nordostitalien. Die rote Rebsorte zählt zu den ältesten Rebsorten des Veneto. Man unterscheidet den Raboso Veronese und Raboso Piave. Ihren Namen hat die Rebsorte vermutlich dem Fluss Raboso zu verdanken, einem Nebenfluss des Piave. Eine andere Herleitung ist der vom italienischen rabbioso (wild, zornig), was auf die grundlegende herbe, Tannin haltige, Säure betonende Geschmacksausrichtung hindeuten würde.

Die Anbaufläche der Rebsorte Raboso ist klein, doch einige Winzer haben sich dieser verschrieben und produzieren aus den Trauben wunderbare DOC- und IGT-Wein. Die erzeugten Rotweine dieser spätreifen Rebsorte haben meist eine sehr intensive Farbe und einen niedrigen Alkoholgehalt. Das Tannin wird dabei perfekt von der Säure aufgefangen und es entstehen lagerfähige Weine, die in ihrer Jugend oft adstringierend im Alter ab etwa 5 Jahren jedoch wunderbar ausgewogen ins Glas kommen.

Aus der Raboso-Traube werden neben reinsortigen Rotweinen auch zahlreiche Cuvées, vor allem mit Merlot und Cabernet Sauvignon ausgebaut. Auch als Frizzante findet man die Rebsorte und wenige Winzerinnen und Winzer, wie der Königin des Raboso Emanuela Bincoletto, produzieren aus Raboso auch einen Schaumwein in klassischer Flaschengärung.

Raboso eignet sich wunderbar als Essenbegleiter, wird aber auch gerne bei verschiedenen traditionellen Gerichten, wie dem Risotto al Raboso, im Veneto zum Kochen genutzt.

Raboso, diese autochthone Rebsorte findet man im Veneto und Nordostitalien - (c) Jörg Bornmann
Die Königin des Raboso Emanuela Bincoletto vom Bioweingut Tessère - (c) Jörg Bornmann
Einige Winzerinnen und Winzer produzieren aus Raboso auch einen Schaumwein in klassischer Flaschengärung - (c) Jörg Bornmann
Risotto al Raboso, ein traditionelles Gericht im östlichen Veneto - (c) Jörg Bornmann

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Jörg Bornmann