Ein neuer Drei-Sterne-Koch bereichert die kulinarische Elite des Landes

Am 23. Juni 2026 war es wieder so weit: Der renommierte MICHELIN Guide zeichnete neue Spitzenköche aus und bestätigte zahlreiche etablierte Spitzenköche. Besonders eindrucksvoll brachte Axel Boesen, Küchenchef des Restaurants Dopamin in Saarburg und Gewinner des Young Chef Awards, die Stimmung auf den Punkt. Auf die Frage nach seinen Wünschen für die kommenden Jahre antwortete er: „Es wäre schön, wenn irgendwann zwei oder drei Sterne an meiner Tür hängen würden. Noch ist ja Luft nach oben.“ Zu diesem Zeitpunkt ahnte er nicht, dass er neben dem Young Chef Award auch seinen ersten Michelin-Stern erhalten würde – die Luft nach oben wurde also bereits dünner.

Erstmals geht die höchste Bewertung des Restaurantführers in die Pfalz
Ganz dünn, wenn wir im Bild bleiben wollen, ist die Luft jetzt für Daniel Schimkowitsch, der mit dem dritten Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Damit erreicht er die höchste Auszeichnung, die ein Koch erhalten kann, und steigt in den Kreis der internationalen Spitzenköche auf. Für ihn und sein Team im L.A. Jordan im Ketschauer Hof in Deidesheim beginnt nun die anspruchsvolle Aufgabe, dieses Niveau Tag für Tag zu halten.

Erstmals geht diese höchste Auszeichnung des MICHELIN Guides in die Genussregion Pfalz, die insbesondere Weinliebhabern bereits lange ein Begriff ist. Mit dem dritten Stern für das L.A. Jordan rückt Deidesheim in das Zentrum der deutschen Spitzengastronomie. Für die Pfalz markiert diese Ehrung einen bedeutenden Fortschritt: Schimkowitschs Küche macht Deidesheim zu einer international anerkannten Adresse für Fine Dining.

Daniel Schimkowitsch nahm die Auszeichnung persönlich bei der feierlichen Michelin-Zeremonie im Palmenhaus in Frankfurt am Main entgegen. „Der Traum von drei Sternen hat mich immer begleitet. Dass wir ihn nun verwirklichen konnten, ist kaum zu fassen. Wir haben nie den einfachen Weg gewählt, sondern jedes Gericht immer wieder hinterfragt, weiterentwickelt und nach den besten Zutaten gesucht“, erklärte Schimkowitsch nach der Preisverleihung. In ganz Deutschland gibt es aktuell lediglich zwölf Restaurants, die mit drei Sternen ausgezeichnet sind.

Bereits 2023 schrieb Daniel Schimkowitsch Geschichte, als er als erster Koch der Pfalz zwei Michelin-Sterne erhielt. Mit dem dritten Stern erreicht seine Entwicklung nun die höchste Stufe der internationalen Restaurantbewertung. Die Auszeichnung würdigt eine Küche, die sich über Jahre hinweg durch sorgfältige Produktauswahl, handwerkliche Präzision und die Fähigkeit, Komplexität auf das Wesentliche zu reduzieren, ausgezeichnet hat.

Seit über einem Jahrzehnt prägt der gebürtige Münchner die kulinarische Ausrichtung des L.A. Jordan. Inhaberin Jana Seeger hat diesen Weg von Anfang an mit großem Engagement begleitet und die Rahmenbedingungen geschaffen, damit Schimkowitsch seine Vision verwirklichen konnte. Die Verleihung des dritten Michelin-Sterns erfüllt sie mit großer Freude und bestätigt den gemeinsamen Weg, der von Vertrauen, Mut und Kontinuität geprägt ist.

Schimkowitschs Stil ist unverkennbar, ohne sich auf einzelne Signature-Gerichte zu beschränken. Fisch, Schalen- und Krustentiere, insbesondere Kaisergranat, spielen eine zentrale Rolle in seiner Küche. Dieses Produkt findet sich regelmäßig auf der Karte, wird jedoch stets neu interpretiert. Schimkowitsch überzeugt durch handwerkliche Präzision und ein feines Gespür für Balance. Seine Küche lebt von innovativen Zutaten, kreativen Kombinationen und dem Bestreben, erfolgreiche Ideen konsequent weiterzuentwickeln. Ob Kinmedai, seltene Tränenerbsen, heimischer Wildhase oder Gemüse aus der Pfalz – Schimkowitsch sucht stets nach Produkten mit Herkunft, Charakter und außergewöhnlicher Qualität. Die Verbundenheit zur Region zeigt sich nicht nur in der Weinauswahl, sondern auch auf dem Teller. So entstehen Gerichte, die aus der Verbindung von Zutat, Saison und kreativer Idee entstehen. Unterstützt wird er dabei seit Jahren von Sous-Chef Patrick Mairold und Sommelier Stephan Nitzsche, die seine hohen Ansprüche teilen.

„Der dritte Stern ist eine Anerkennung für das außergewöhnliche Engagement unseres Executive Chefs Daniel Schimkowitsch. Wir sind stolz darauf, dass Daniel und sein Team die Pfalz noch stärker auf die internationale Landkarte der Spitzengastronomie gebracht haben“, betont Ole Leidner, Geschäftsführer des Ketschauer Hofs.

Mit dem dritten Stern gewinnt das L.A. Jordan weiter an Ausstrahlungskraft und stärkt zugleich die Position Deidesheims als Genussstandort. Die Verbindung aus exzellenter Küche, stilvoller Hotellerie, renommierten Weingütern und der einzigartigen Kulturlandschaft der Deutschen Weinstraße macht Deidesheim zu einem attraktiven Ziel für Feinschmeckerinnen und Feinschmecker aus aller Welt.

48 Restaurants mit zwei Sternen – darunter vier Debütanten  
Auch bei den 2-Sterne-Adressen gibt es Neuigkeiten: Insgesamt 48 Restaurants tragen nun diese Auszeichnung, darunter vier spannende Neuzugänge, die mit innovativen Ideen die Auswahl für 2026 bereichern. In der architektonisch beeindruckenden BMW Welt in München setzt THE CLOUD by Käfer mit Jens Madsens modernem „Culinary Nomadism“ neue Maßstäbe und wird dafür direkt mit zwei Sternen geehrt. Ein weiterer Aufsteiger ist Niclas Nußbaumer, dessen kreatives und technisch anspruchsvolles Menü dem kosmopolitischen the dune im luxuriösen Hotel „The Florentin“ in Frankfurt am Main auf Anhieb zwei Sterne einbringt. Ebenfalls in Frankfurt am Main steigt das puristisch gestaltete Restaurant RAUSCH direkt in die 2-Sterne-Liga auf. Hier präsentiert Jochim Busch eine auf das Wesentliche reduzierte, produktorientierte Küche mit gelungenen Kontrasten – an gleicher Stelle war er zuvor für das ehemalige „Gustav“ verantwortlich. Als vierter Neuzugang konnte sich die Mühle in Schluchsee von einem auf zwei Sterne steigern. Küchenchef Fabian Obergfell überzeugt in dem modern-regionalen Ambiente mit raffiniert komponierten Gerichten, die sowohl filigran als auch kraftvoll daherkommen.

20 neue Restaurants mit einem Stern  
Von den insgesamt 279 1-Stern-Restaurants sind 20 frisch ausgezeichnet. Zu den erwähnenswerten Neulingen zählt Das Philippin in Rutesheim, das unter Tim Striegel den Wandel vom Café zum abendlichen Gourmetrestaurant vollzogen hat. Ebenfalls neu mit Stern ist die Schote von Nelson Müller, der mit seinem gesamten Team von Essen nach Bergisch Gladbach gezogen ist und nun in der malerischen „Diepeschrather Mühle“ ein modernes Menü serviert. Eine echte Besonderheit stellt das Eatrenalin im Europa-Park Rust dar: Unter der Leitung von Peter Hagen-Wiest – der auch für das 2-Sterne-Restaurant Ammolite – House of Light verantwortlich ist – erleben Gäste hier ein weltweit wohl einzigartiges, futuristisches Gastronomie-Erlebnis, das dem Restaurant nun einen Stern eingebracht hat. Außerdem zählen folgende Restaurants zu den neuen 1-Stern-Adressen:

• Theodor’s, Bonn

• Porte Neuf, Detmold

• Ostseelounge, Dierhagen

• Staderer, Eichstätt

• Teko by Lange Rodriguez, Essen

• Lohninger, Frankfurt am Main

• Arc Restaurant, Hamburg

• Restaurant Mohn, Hohnhorst

• Cølbo, Klingenberg am Main

• NeoBiota, Köln

• The Tourist Trap, Mannheim

• Dopamin, Saarburg

• Gourmetrestaurant „1751“, Schwerin

• Harzfenster by Johannes Steingrüber, Seesen

• Tante Anna, Sprockhövel

• Laesâ, Stuttgart

• Café GUPI, Weil am Rhein

Über den Autor*Innen

Jörg Bornmann

Als ich im April 2006 mit Wanderfreak an den Start ging, dachte noch keiner an Blogs. Viele schüttelten nur ungläubig den Kopf, als ich Ihnen von meinem Traum erzählte ein reines Online-Wandermagazin auf den Markt zu bringen, welches eine hohe journalistische Qualität aufweisen kann, eine Qualität, die man bisher nur im Printbereich kannte. Mir war dabei bewusst, dass ich Reisejournalisten und Spezialisten finden musste, die an meine Idee glaubten und ich fand sie.