Ragnar Axelsson: Grönland – wo die Welt schmilzt

„Ragnar Axelsson. Greenland“: Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung macht die Arktis als Brennpunkt von Klimawandel, Geopolitik und Energiewende sichtbar - (c) Gabi Dräger

An einem warmen Sommertag durch die arktische Kälte Grönlands zu spazieren – das kann man in der Ausstellung mit Fotografien von Ragnar Axelsson. Auf den dramatischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit den Menschen, Eisbären, Schlittenhunden, Robben und der Landschaft scheint die Kälte Grönlands fast greifbar. zugleich vermitteln die Fotografien eindrucksvoll das harte Leben der Inuit am Rande der bewohnbaren Welt, geprägt von Eis, Kälte und den Herausforderungen des täglichen Lebens.  

Ragnar Axelsson lebt in Island und reist seit 40 Jahren regelmäßig nach Grönland. Dadurch hat er die tiefgreifenden Veränderungen des Klimas aus nächster Nähe miterlebt – Veränderungen, die heute die ganze Welt betreffen. Seit mehr als 30 Jahren dokumentiert er das Leben des grönländischen Jägers Hjelmer Hammeken. Er begleitet ihn auf seinen Streifzügen über das Eismeer in den verschiedenen Jahreszeiten, durch verschwindende Jagdgebiete und eine sich rasant verändernde Arktis. Ihre Freundschaft ist zu einem der prägenden Themen in Axelssons Werk geworden und bildet die Grundlage für eines der umfangreichsten Langzeit-Dokumentationsprojekte, die jemals in Grönland realisiert wurden. 

Die Ausstellung präsentiert 60 Fotografien und begleitende Texte und ist ein eindrucksvoller Zeitzeugenbericht. Ragnar Axelsson erklärt: „Die Veränderungen, die ich in Grönland dokumentiere, sind nicht nur wissenschaftliche Phänomene, sondern prägen das Leben und die Identität der Menschen vor Ort. Mit meinen Fotografien möchte ich einen Beitrag zum Bewusstsein und zur Empathie für diese Regionen leisten.“  

Ragnar Axelsson vermitteln mit seinen Fotografien nicht nur die Schönheit und Verletzlichkeit der arktischen Landschaft. Sie schaffen auch einen emotionalen Zugang zu den globalen Herausforderungen unserer Zeit – von der Klimakrise über Ressourcensicherheit bis hin zur strategischen Rolle Europas in einer sich wandelnden Welt.

Dr. Markus Juppe, Mitglied des Vorstands der Versicherungskammer Kulturstiftung erklärt zur Eröffnung der Ausstellung, dass der Klimawandel nicht nur eine wissenschaftliche und politische Herausforderung darstelle, sondern zunehmend auch das tägliche Leben beeinflusse.

Auch Dr. Werner Schnappauf, Rechtsanwalt, Berater und Staatsminister a. D., betonte die enge Verbindung zwischen Zeitenwende und Klimaschutz. Er schlägt ein entschlossenes Handeln vor, denn künftig werde es wärmer werden und extreme Wetterereignisse sowie Naturkatastrophen würden weiter zunehmen. 

Dr. Kira Vinke von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik erklärte: „Die Klimakrise verändert geopolitische Machtverhältnisse deutlich, weshalb Europa seine strategische Unabhängigkeit bei GreenTech stärken und als aktiver Gestalter globaler Klimapolitik auftreten muss“. 

Isabel Siben, Direktorin und Geschäftsführerin des Kulturfoyers der Versicherungskammer Kulturstiftung führte mit Ragnar Axelsson durch die Ausstellung. 

Die Ausstellung „Ragnar Axelsson.Greenland“ ist bis zum 1. November 2026 im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung, Thierschplatz 6, 80538 München zu sehen.

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Über den Autor*Innen

Gabi Dräger

Wo findet man Gabriele Dräger in den Bergen? Natürlich in einer Alm bei einer Brotzeit., denn Almen mit guter Küche ziehen sie magisch an. Gipfel nimmt sie auch hin und wieder mit. So hat sie einige 5.000er beim Trekking in Süd Amerika und Nepal, bestiegen. Ihre Hochleistung war der Kilimandscharo mit 5.895 Meter. Kultur und Brauchtum faszinieren sie genauso, wie Städte und Kunstausstellungen. Obwohl sie gerne in urigen Berghütten übernachtet ist sie dem Luxus von guten Hotels nicht abgeneigt.